Schanzington Post

August 2014: Mein Debüt als Seminarleiter an der Akademie für Publizistik. Mit 19 wunderbaren Volontären ging es einen Monat lang durch die Grundlagen unseres Berufsstandes, vom Nachrichten schreiben, über die große Reportage und einem Interviewtraining bis hin zu Foto und Film. In der letzten Woche folgte der Kopfsprung in die Praxis: Blattmachen – mit einem großen Multimediaprojekt über das Hamburger Schanzenviertel.

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Entstanden sind dabei eine Reihe großartiger Artikel, Interviews, Grafiken, Karten, Fotostrecken und Filme. (Hier anschauen)

Und wie sich das gehört, gab es am Ende eine zünftige Kissenschlacht:

 

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Erfolgsmenschen

Wie funktioniert Erfolg? Was macht ihn aus? Und lassen sich allgemein gültige Erfolgsfaktoren identifizieren?

So lauteten die Ausgangsfragen zu einer umfangreichen Interviewserie auf stern.de, zu der ich drei Gespräche mit drei höchst unterschiedlichen „Erfolgsmenschen“ geführt habe:

  • Judy Korn, Mitbegründerin des Violence Prevention Network, das sich auf die Re-Integration von rechtsradikalen und religiösen Gewalttätern spezialisiert hat und dabei beachtliche Erfolgsquoten vorweisen kann. Interview: Zweite Chance für junge Extremisten
  • Frank Hoffmann, ein Gynäkolge, der eine Methode entwickelt hat, wie blinde Frauen ihren überlegenden Tastsinn bei der Brustkrebsvorsorge einsetzen können und dadurch eine echte Berufsperspektive erhalten. Interview: Mit Brailleschrift gegen Brustkrebs
  • Attilah von Unruh, Gründer der Anonymen Insolvenzler, der selbst eine Privatinsolvenz erleben musste und durch den Aufbau dieses bis dahin deutschlandweit einmaligen Beratungsnetzwerkes auch persönlich den Turnaround schaffte. Interview: Ganz unten – und wieder aufgestanden

Hoodiejournalismus

Die Botschaft war eindeutig: Solidarität mit Stefan Plöchinger, dem als Online-Chef die Aufnahme in die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung verwehrt werden sollte. Mit vielen, vielen, vielen anderen Kollegen habe auch ich mir den Hoodie angezogen und aus dem Wochenenddienst bei stern.de ein kleinen Gruß nach München gesendet:

Weil so viele via Twitter mitmachten, wurde es ein klares Signal an die Print-Dinosaurierer in Sachen moderner Berufsauffassung. Die Kollegen von Spiegel Online haben die ganze Aktion schön dokumentiert: Ein Hoodie im Newsroom

Umso unverständlicher war es, wie sich später aus der feinen Aktion eine elende Debatte Print vs. Online entspinnen konnte. Und das im März 2014! Da konnte man sich irgendwann nur noch verstört an die Kapuze fassen.